Kriminalitätsbekämpfung mit GIS und aktuellen Straßendaten

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Kriminalitätsbekämpfung mit GIS und aktuellen Straßendaten

Seit über zehn Jahren schon nutzt die Bayerische Polizei Geoinformationssysteme für interne Vorgangsverwaltung sowie gezielt zur Kriminalitätsbekämpfung. Wie aktuellste Fahndungserfolge belegen, hat sich der Einsatz bewährt.

Jüngster prominenter Fall, dessen Aufklärung mit Hilfe der von WIGeoGIS bereitgestellten Systemkomponenten unterstützt wurde: Die bundesweite Serie von Schüssen auf Autotransporter.

„Wann und wie lange hat sich ein Täter wo aufgehalten? Diese Frage steht immer stärker und häufiger im Zentrum von polizeilichen Ermittlungen“, sagt Günter Okon. Er ist Hauptkommissar beim Landeskriminalamt Bayern und befasst sich bei Ermittlungen schwerpunktmäßig mit der räumlichen Komponente.

Der Leiter eines vierköpfigen Crime Mapping-Expertenteams unterstützte jüngst auch das Bundeskriminalamt mit seinem GIS-Wissen. Er war an den Ermittlungen im Fall von Schüssen auf Autotransporter beteiligt, über den auch die Fernsehsendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ berichtete. Der Autotransporter-Schütze hatte seit 2008 auf über 700 Fahrzeuge geschossen und dabei eine Frau schwer verletzt. Im Juni 2013 konnte die Polizei den Täter schließlich fassen.

Kriminalitätsbekämpfung mit GIS

Realitätsnahe Rekonstruktion von Fahrtstrecken führt zum Täter
„Es ist zwischenzeitlich kein Geheimnis mehr, dass jeder Mensch „footprints” hinterlässt. Diese dürfen im Rahmen der rechtlichen Vorgaben von der Polizei verwendet werden. Daraus resultiert die Erstellung sogenannter Bewegungsbilder, um auf diesem Wege auch beweiskräftige Fakten zu erhalten“, so Okon.

Für den Ermittlungserfolg ist extrem wichtig, dass diese Bewegungsbilder möglichst realistisch sind. Im Falle der Ermittlungen zum Autotransporter-Schützen wurden mittels GIS-Technologie, die Fahrwege und Fahrzeiten der beschossenen Autotransporter möglichst realitätsgetreu rekonstruiert. Günter Okon bediente sich hierfür eines relativ neuen Datenproduktes von TomTom: SpeedProfiles.

SpeedProfiles bieten wochentag- und tageszeitabhängige Verkehrs- und Geschwindigkeitsdaten. Was profan klingt, ist außergewöhnlich für die Routingthematik. Denn klassischerweise beziehen sich die Daten ausschließlich auf Straßentyp, durchschnittliche Geschwindigkeit, geltende Verkehrs- und Abbiegevorschriften. Die berechneten Fahrtzeiten sind daher immer gleich, unabhängig von Tageszeit und Verkehrslage und entsprechen damit oft nicht der Realität. Die TomTom SpeedProfiles hingegen ermöglichen eine realistischere Routenberechnung: In diesem Datensatz ist berücksichtigt, dass am Montagvormittag auf einer bestimmten Strecke andere Verkehrsbedingungen herrschen als an einem Samstagabend. In Verbindung mit dem Network Analyst von Esri, eine Erweiterung zu ArcGIS for Desktop, ist es daher möglich, sehr individuelle und realistischere Routen- und Geschwindigkeitsprofile zu erstellen. Dies nutzte das Bundeskriminalamt in Kooperation mit der Bayerischen Polizei auch im Fall des Autotransporter-Schützen. Die Polizei konnte mithilfe dieser Daten Weg und Fahrzeit der beschossenen Fahrzeuge berechnen und somit potenzielle Tatorte und Tatzeitpunkte identifizieren. Entsprechend gezielt wurde dann nach potentiellen Tatfahrzeugen gefahndet, was schließlich zum Fahndungserfolg führte.

„Aufgrund der gemachten Erfahrungen werden wir die Möglichkeiten intelligenter Verkehrsdaten zukünftig häufiger nutzen und somit die Analysen noch effektiver machen“ resümiert Günter Okon. Neben diesen Straßennetzanalysen setzt die Polizei Bayern GIS-Technologien bereits bei der Visualisierung von Verkehrsunfällen ein. Auch unterschiedliche Delikte, wie Einbruchsserien und Vandalismus, werden auf digitalen Karten dargestellt. Die Polizei kann damit Deliktschwerpunkte lokalisieren und analysieren sowie u.a. Präventivmaßnahmen gezielt setzen.

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