Standortplanung im Retail Banking mit Geomarketing

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Standortplanung im Retail Banking mit Geomarketing und GIS: Schließung und Zusammenlegung von Bankfilialen

Kostendruck und verändertes Kundenverhalten zwingen Banken und Sparkassen bereits seit einigen Jahren zum Rückbau ihrer Filialnetze. Geomarketing hilft, das Filialnetz kundenfreundlich zu verkleinern.

Seit Jahren findet ein Filialrückbau bei Banken statt. Dass sich dies fortsetzt, ist sehr wahrscheinlich. In Deutschland könnten bis zum Jahr 2020 ein Drittel weniger Bankfilialen existieren als heute – so die Einschätzung der Kfw Bankengruppe in einem Bericht mit dem Titel „Filialnetz von Deutschlands Banken lichtet sich“. Banken und Sparkassen werden daher noch lange mit der Frage konfrontiert sein, welche ihrer Standorte geschlossen und zusammengelegt werden sollen. Genau hier setzt Geomarketing an. Geografische Analysen helfen bei dieser Entscheidung.

Automatisierte Kunden-Filialzuordnung mit GIS

Grundgedanke, der hinter den Analysen steht, ist folgender: Mit der Schließung einer Filiale darf nicht der Verlust von Kunden einhergehen. Die Kunden müssen weiterhin optimal bedient werden. Hierfür ordnet die GIS- Software (GIS = Geografisches Informationssystem) jedem Kunden diejenige Filiale zu, die am besten zu ihm passt. Diese Neuzuordnung basiert auf größtmöglicher räumlicher Nähe und dem Angebot der Bankfiliale. Neben guter Erreichbarkeit muss der Kunde in der neuen Filiale auch das Angebot vorfinden, das er benötigt.

Ein Beispiel zur automatisierten Kunden-Filialzuordnung:

Eine Sparkasse steht vor der Entscheidung, ob Standort A oder B geschlossen werden soll. Die Kunden hatten bisher einen maximalen Anfahrtsweg von 5 Minuten. Beide Filialen bieten Leistungen des klassischen Schaltergeschäfts an. In der Nähe der Standorte A und B befinden sich die Standorte C, D und E. Standort E kann in der Betrachtung vernachlässigt werden, da es sich um eine SB-Filiale handelt. Die Standorte C und D bieten ein zu A und B identisches Leistungsangebot.

Mit der Geomarketingsoftware (GIS) werden nun für jeden Kunden der Filialen A und B die Anfahrtszeit zu den weiteren Standorten C und D berechnet. Es wird eine sogenannte eine Closest Facility Simulation durchgeführt: Hier ermittelt die GIS-Software für jeden Kunden der Filialen A und B, welche die nächstgelegene Filiale wäre, wenn man entweder Filiale A oder B schließen würde.

So kann die Sparkasse klären, mit welchem Schließungsszenario die Fahrzeiten zu einer neuen Filiale für die Kunden möglichst gering bleiben. Damit beugt die Sparkasse einer Abwanderung des Kunden vor. Bei einer Kunden-Filialzuordnung kann es um mehrere tausend Kunden gehen. Eine räumliche und inhaltliche Zuordnung, die für Kunden und Bank ideal ist, lässt sich händisch schlichtweg nicht umsetzen. Dies kann ausschließlich eine GIS-Software leisten.

Standortplanung im Retail Banking mit Geomarketing

Optimale Potenzialabdeckung trotz Filialrückbau

Für Banken ist außerdem wichtig, dass nach einer Verkleinerung des Filialnetzes das Potenzial im Gebiet optimal abgedeckt ist. Es müssen also auch potenzielle Neukunden erworben werden können. In die Standortanalysen fließen deswegen neben den Kundendaten zusätzlich Marktdaten ein, also aktuelle Informationen über Kaufkraft, Einwohnerstruktur, Frequenzen und Bebauungsstruktur des Filialumfeldes. Für die Abwägung ist zudem wichtig zu wissen, wo zum Beispiel Frequenzbringer und attraktive Standorte des Wettbewerbs liegen. All diese Informationen werden im GIS zusammengeführt und mit Geodaten verschnitten. Dadurch wird der Ortsbezug hergestellt. Dieser ist essentiell bei der Standortplanung. Schließung und Zusammenlegung von Filialen ist nur ein Teil der Standortplanung. Banken und Sparkassen nutzen Geomarketing heute auch, um differenzierte Filialkonzepte zu erarbeiten.

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