Räumliche Werbemittelpanung (auch: räumliche Mediaplanung) ist ein Planungsprozess zur gezielten Nutzung von Medien
(zB: unadressierte Werbemittel, Prospekte oder adressierte Briefsendungen) für Werbezwecke unter Berücksichtigung räumlicher und thematischer Gegebenheiten in einem Absatzgebiet.
Mit Geomarketing beantworten Sie daher Fragen wie:

- Wie viele Prospekte sollen wo verteilt werden?
- Wie viele Personen sollen über ein "Directmailing" angeschrieben werden?
- Wo und mit wie vielen Plakaten soll geworben werden?

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass eine kleinräumige Vorgangsweise in der Mediaplanung erhebliche Vorteile bringt:
- Effiziente Ausschöpfung von Kundenpotenzialen: unbearbeitete Gebiete ("weiße Flecken") werden erkannt und durch zielgerichtete Kampagnen penetriert. Die Wahrscheinlichkeit Neukunden zu gewinnen, ist in gering penetrierten Gebieten mit hohem Zielgruppenanteil nachweisbar höher
- Zielgruppenselektion: geworben wird nur dort, wo das Verhältnis Zielgruppe zu Gesamteinwohnern/Haushalten günstig ist
- Verringerung von Streuverlusten/Erhöhung der Effizienz und Responsequote: geworben wird dort, wo der Tausend-Kontakt-Preis bezogen auf die Zielgruppe am günstigsten ist
- Objektive Responsemessung und Erfolgskontrolle: mit Geomarketing können Sie objektiv den Response messen und eruieren, was eine Kampagne tatsächlich gebracht hat
Im Bereich Mediaplanung verwenden wir sehr häufig die hier dargestellten Methoden. Klicken Sie sich durch und informieren Sie sich über die theoretischen Grundlagen. Gerne erläutern wir auch das konkrete Vorgehen in einem persönlichen Gespräch.
Distanzmatrizen
Eine Distanzmatrix bildet die räumliche Distanz zwischen m und n Punkten ab. Den ermittelten Distanzen kann die Luftlinie (einfacher Fall) oder die tatsächliche Distanz aufgrund der Berechnung in Straßennetzwerken zu Grunde liegen.
Distanzmatritzen spielen eine bedeutende Rolle, wenn es um Ausbreitungsmodelle, Erreichbarkeiten oder das Mobilitätsverhalten geht.
Als Ausgangspunkte für die Berechnung der Distanzen können verschiedene Datenquellen verwendet werden. Klassisch ist die Berechnung zwischen Kundendaten (etwa aus Kundenkarten) und POS Standorten. Liegen keine personenbezogenen Daten vor, dann können zB aggregierte und anonyme Daten aus Mobilfunknetzen (eingebuchte Funkzellen, Aufenthaltsdauer in der Funkzelle) als Ausgangs- oder Endpunkt einer Distanzmatrix verwendet werden. Naheliegend ist diese Methode um zB den erwarteten Kundenzustrom zu einem bestehenden oder geplanten Einkaufszentrum abzuschätzen.

Nutzen:
Distanzmatrizen sind eine wesentliche Informationsquelle
- im Bereich der betrieblichen Standortplanung
- der Außendienstplanung und
- der Vertriebsgebietsplanung
Dichteanalyse
Mit einer Dichteananalyse werden punktuelle Informationen in eine flächenhafte Darstellung übertragen.
Dabei werden sowohl punktbezogene Sachdaten (etwa Kunde -> Umsatz oder Mitbewerb -> Verkaufsfläche) als auch deren räumliche Lage in eine Beziehung gesetzt. Die räumliche Beziehung und der jeweilige Sachdatenwert werden zusätzlich auf eine Farbskala übertragen und stellen so die thematisch-räumliche Gewichtung übersichtlich dar.

Nutzen:
Die meisten Menschen können Flächen besser erfassen und begreifen als eine Vielzahl von Punkten.
Räumliche Muster, die sich aus der räumlichen Verteilung von Punkten ergeben, werden so schnell deutlich und für den Betrachter leichter visuell erfassbar.
Moderne GIS und Geomarketingsysteme bedienen sich dieser Technik und helfen, komplexe Sachverhalte aus Raum und Thematik rascher erfassbar zu machen.
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